Grandioses Salzbergwerk Bad Friedrichshall

Bad Friedrichshall an den Flüssen NeckarKocher und Jagst blickt auf eine kurze, aber pikante Salzgeschichte zurück. Auf Geheiss des Königs Friedrich I. von Württemberg wurde hier nach Salz gebohrt, später, genauer 1818, das erste Siedewerk unterhalten und 1821 die ausgedehnte Anlage einer neuen Saline in Betrieb genommen. Im Jahr 1895 konnte der weitere Betrieb durch ein Wasserkraftwerk im Saline-Kanal aufgenommen werden. Heute werden in Bad Friedrichshall jährlich 160’000 Tonnen Salz gewonnen.

An den Wochenenden von Mai bis Oktober können Besucher in das Salzwerk einfahren. Sie erwartet in 180 Metern Tiefe gewaltige Kammern, beeindruckende Lichtinszenierungen und einen grandiosen Kuppelsaal mit Salzreliefs. Bei konstant kühlen 18 °C gilt der Stollen gerade an heissen Sommertagen als erfrischender Rückzugsort – besonderes beliebt bei Familien. Die Einfahrt erfolgt mittels ratterndem Schachtkorb, der 180 Meter in die Tiefe führt.

Die unterirdischen Räumlichkeiten sind prachtvoll und weitläufig-geschmückt. Zitate und Bilder werden atmosphärisch an die Wände projiziert. InfoCubes liefern spannende Hintergrundinformationen. Historische Maschinen zeugen vom harten Wandel, die von der Handarbeit bis zur Mechanisierung hin erzählen. Freundliches Personal beantwortet gern Fragen, und die Ausstellung ist sowohl lehrreich als auch unterhaltsam gestaltet.

Ein besonders eindrückliches Kapitel widmet sich dem KZ Kochendorf. Eine Ausstellung erinnert würdevoll an die unmenschlichen Zustände und die Zwangsarbeit bei der die Waffenproduktion in den Stollen sicher vor Luftangriffen versteckt war.

Im Salzbergwerk wird heute noch produziert – hauptsächlich Streusalz. Zur Betreiberin, der Südwestdeutschen Salzwerke AG, gehört auch das bekannte Bad Reichenhaller Salz, das viele aus der Küche kennen.

Kleiner Wermutstropfen: Der Biergarten war während meines Besuchs leider geschlossen. Das Personal reichte nur zugunsten des Betriebs der Bergschänke. Dafür liegt das Salzbergwerk direkt am S-Bahnhof Kochendorf – bequem erreichbar. Und wer etwas mehr Zeit mitbringt, sollte sich keineswegs einen Besuch im Schloss Lehen, rund 15 Gehminuten davon entfernt, entgehen lassen.

Höhepunkt nicht nur für Kinder ist übrigens die 40 Meter lange Rutsche. Das Salzbergwerk konnte zu einem spektakulären Ausflugsziel verwirklicht werden.

Nähere Informationen:

Salzbergwerk Bad Friedrichshall
(Südwestdeutsche Salzwerke AG)
Bergrat Bilfingerstr. 1
D-74177 Bad Friedrichshall

+49 7131 959 33 03
info@salzwelt.de
www.salzwelt.de

Die Stadt Friedrichshall hat einiges zu bieten. Sie liegt an einigen schönen Radwegen und wird als Radkreuz des Südens erwähnt. Vier Schlösser, eine Burg und die drei Flüsse laden zu heiteren Begegnungen ein. Im Schloss Lehen habe ich übernachtet. Auf dem Neckar verkehren Ausflugsschiffe.
Eine nette Reiseidee finden Sie im folgenden Beitrag auf Burgreisen:

Selbstverständlich besitzt die Salzstadt auch ein spitze Solebad. Auch in ihrer Nähe – in Bad Rappenau und Bad Wimpfen – finden sich Solebäder. Eng mit der Geschichte des Salzes hängt der belebt-grüne Schachtsee zusammen: einst ein eingestürzter Schacht, heute eine Oase der Ruhe inmitten des Waldes.

Lieben Sie Wein? Sofern «ja», laden Sie hier die Winzer zur Entdeckungsreise ein. Von «Bad Friedrichshall Tourismus» werden historische Gruppenführungen angeboten. Zudem gibt es den «gesalzenen Ausflugstipp», den «gesalzenen Tag» und das «gesalzene Wochenende». Sonntags wird zur öffentlichen Führung durch das Salzbergwerk eingeladen.

Den Tourismus in der Region koordiniert:

Tourismus Heilbronner Land
Lerchenstraße 40
D-74072 Heilbronn

+49 7131 9941390
service@heilbronnerland.de
heilbronnerland.de

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Textinterne Links führen direkt zu den jeweiligen Orten auf der Weltkarte und zu weiterführenden Informationen. Externe Links bieten weiterführende Informationen.

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Bad Dürrheim – Solemeer im Schwarzwald

Bad Dürrheim ist mit dem öffentlichen Verkehr gut erschlossen. Alle 30 Minuten fährt ein Bus ab Villingen, angepasst an die Schwarzwaldbahn aus Offenburg. 

In Bad Dürrheim wurde einst wertvolles Speisesalz gewonnen. Später wurde Bad Dürrheim zu einem bedeutsamen Heilbad, einige prunkvolle Badehäuser entstanden.  

Heute sprudelt die Sole zur Erholung und zum Wellnessen. Das Gesundheitszentrum Solemar besteht aus Therme, Schwarzwald-Sauna und Totes Meer-Salzgrotte. Die Anlage auf 13500 qm ist täglich geöffnet und prima für Gelenke sowie Atmung und regeneriert die Haut.

Wir besuchten das Solebad im Januar 2024; der Eintritt ist günstig, für Euro 2,- zusätzlich mitsamt Saunaeintritt. Den ganzen Tag kann im Solemar verweilt werden. 

Solemar
Huberstr. 8
D-78073 Bad Dürrheim

Tel. +49 7726 666 292
info@solemar.de
www.solemar.de

Auf dem Weg zum Solemar schlenderten wir durch den Kurpark, dort befindet sich ein großes Gradierwerk. Der Kurpark ist weitläufig und eine Augenweide im Sommer. Darin können die Gäste der Kliniken ausgedehnte Spaziergänge unternehmen. 

In Bad Dürrheim wird kein Salz mehr gewonnen. Heute werden allerdings immer noch Führungen angeboten, sowohl öffentliche (Termine bitte erfragen) als auch private für Gruppen.

An der historischen Stadtführung wird entweder die Geschichte von Johanna der Badedienerin erzählt – Sie kümmerte sich im 19. Jahrhundert um die Kurgäste und half bei Kuranwendungen – oder die Geschichte von Frau Schmidt, die sich in den 20er Jahren um die Badegäste kümmerte.

Selbstverständlich wird während beiden Führungen auch auf die Geschichte der Saline eingegangen. Überdies hat ein wunderbares Heimatmuseum allerhand zu bieten, in den Sommermonaten wird es gern besucht. 

Tourismusinformation
Luisenstr. 7
D-78073 Bad Dürrheim

Tel. +49 7726 666 266
info@badduerrheim.de
www.badduerrheim.de

Entspannung mit Salz und Seele in Bad Windsheim

Die Franken-Therme in Bad Windsheim ist ein beliebtes Ziel für Erholungssuchende aus ganz Deutschland.

Besonders hervorzuheben ist das salzhaltige Thermalwasser, das aus mehreren Quellen gespeist wird. Ein echtes Highlight ist das sogenannte Fränkische Tote Meer, in dem man, ähnlich wie im Original, schwerelos im Wasser schwebt. Das tut Körper und Geist gleichermaßen gut.

Die Therme bietet zahlreiche Becken, eine großzügige Saunalandschaft, ein Dampfbad, schöne Ruhebereiche sowie eine moderne Wellness-Oase. Wer Hunger bekommt, findet in der „Genusswelt“ oder an der Sauna-Bar regionale und frische Küche, betrieben von den erfahrenen Gastronomen der Familie Rienicker aus Bad Windsheim.

Direkt vor der Tür liegen zwei Partnerhotels: das Vitalhotel und das Hotel Pyramide. Gäste dieser Häuser gelangen im Bademantel bequem über einen direkten Zugang in die Therme – komfortabler geht’s kaum.

Immer wieder lockt die Franken-Therme in Bad Windsheim mit besonderen Aktionen und Themenwochen. Ein Blick auf die Webseite lohnt sich also.

Was mich allerdings überrascht hat: Während meines Besuchs traf ich niemanden, der das Deutschlandticket genutzt hatte. Dabei wäre es eine schöne Idee, Menschen mit geringem Einkommen mit einem Kombi-Angebot zu unterstützen, etwa durch vergünstigte Eintrittsgutscheine für Deutschlandticket-Inhaber. Schließlich ist die Therme auch ein Ort der Gesundheitsvorsorge und wird teilweise vom Staat gefördert.

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Die Beitrag-Links führen zu den entsprechenden Orten auf der Weltkarte sowie zu weiterführenden Informationen.           

Deutsches Salzmuseum – Wissen zu Salz

Das Deutsche Salzmuseum befindet sich in einer ehemaligen Saline. Diese ist gleichzeitig ein Industriedenkmal und erklärt auch wunderbar die Geschichte des Salzes. Reichlich Hintergrundwissen bietet sie obendrein.
Mittels Güterwaggon gelangen die Besucher ins Salzmuseum:

Danach überrascht den Besucher eine großartige Ausstellung mit «gesalzenen» Informationen rund ums Salz. Erstklassig wird auch die Salzherstellung während der verschiedenen Zeitalter dokumentiert.

Zahlreiche Anlagen können hier besichtigt werden. Vor 50 Jahren wurde noch offiziell das letzte viele Salz gefördert.

Heute wird via Salzpfanne auf dessen Außenanlagen nur noch eine geringe Menge an Salz gefördert, diese wird schliesslich oberhalb, in einem kleinen Glasbau, getrocknet. Beim Einlass ins Museum wird jedem etwas Salz abgegeben. 

Deutsches Salzmuseum
Sülfmeisterstrasse 1
D-21335 Lüneburg

+49 4131 720 65 13
info@salzmuseum.de
salzmuseum.de

Öffnungszeiten
Dienstag – Sonntag 10 – 17 Uhr

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